Bayerischer Wald/Deutschland
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Hotel Bodenmaiser Hof
In der Sauna geht es um mehr als nur ums Schwitzen: Wer‘s richtig angeht, kann anschließend besser schlafen, hat keine Muskelschmerzen mehr oder springt mental gestärkt ins Kältebecken. Was Schneebälle, saisonale Kräuter und die richtige Wedeltechnik damit zu tun haben, erzählt Michael Kerschhofer im Interview. Der 44-jährige Saunameister des Bodenmaiser Hof im Bayerischen Wald erreichte bei seiner ersten Teilnahme am „Herbal Cup Austria“ im Oktober 2025 direkt einen Platz auf dem Treppchen. www.bodenmaiser-hof.de
Foto (download): Michael Kerschhofer hat seine Leidenschaft zum Nebenberuf gemacht: Als ausgezeichneter Saunameister bringt er u.a. die Gäste des Bodenmaiser Hof zum Schwitzen. © Michael Rieder
Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz bei der österreichischen Saunameisterschaft!
Vielen Dank! Das war ein super Erlebnis und ich hatte nicht damit gerechnet. Schließlich arbeite ich erst seit 2023 nebenberuflich als Saunameister, die beiden Gewinner vor mir machen das hauptamtlich. Allerdings bin ich seit über 20 Jahren leidenschaftlicher Saunagänger und weiß deshalb, worauf es ankommt.
Und das wäre?
Duft, Musik und Wedeltechnik sollten harmonieren. In Kombination mit Ruhe und Wärme erzeugt das ein Wohlbefinden, bei dem man nicht nur körperlich, sondern auch mental regenerieren kann. Und meine Gäste freuen sich über alle Erklärungen, warum ich etwas mache, wie lange es dauert, wann ein guter Moment ist, um die Augen zu schließen und welche Kräuter wofür gut sind.
Wonach entscheidest Du, welche Kräuter Du verwendest?
Da ich sie selbst in meinem Garten anpflanze bzw. aus dem eigenen Wald hole, passen meine Aufgüsse zur Jahreszeit. Aktuell nutze ich beispielsweise Fichten- und Tannenzweige, deren Duft entspannend, mental anregend und konzentrationsfördernd wirkt. Thymian hilft bei Husten und Erkältung, Lavendel hat einen schlaffördernden, Baumharz einen beruhigenden Effekt und Zitronenmelisse tut der Psyche gut.
Welchen Aufguss führst Du am liebsten durch?
„Reise zur Mutter Erde“ ist mit 16 Minuten ein relativ langer Aufguss. Dabei spiele ich ruhige Musik, verwende Nelken, getrockneten Salbei und geriebene Zitrone sowie ein Rosmarinhydrolat. Dann gehe ich mit frischen Tannen- oder Fichtenzweigen durch die Schwitzkammer, damit sich die ätherischen Öle in der Sauna verbreiten können. Eine Lavendel-Essenz mit Eis schließt die Reise ab, welche eine positive Wirkung hat auf das Herz-Kreislauf- und Immun-System, die Entgiftung und die eigene Achtsamkeit.
Was machst Du anders im Vergleich zu „herkömmlichen“ Aufgüssen?
Bei mir beträgt die Temperatur nie mehr als 90 Grad, es kann also jeder an meinen Aufgüssen teilnehmen. Außerdem verwende ich wenig Wasser: Auf diese Weise schwitzt man nicht wegen des Dampfs, sondern „aus eigener Kraft“, was als besonders gesund gilt. Jetzt im Winter hole ich auch mal Schnee in die Sauna, was eher ungewöhnlich ist, meine Gäste aber durchweg als sehr erholsam empfinden. Grund: Durch das langsame Schmelzen des Schneeballs erhöht sich die Luftfeuchtigkeit viel langsamer. So beginnt der Aufguss sanfter.
Foto (download): Die Finnische Sauna im Vier-Sterne-Superior-Hotel Bodenmaiser Hof im Bayerischen Wald ist einer der Arbeitsplätze von Saunameister Michael Kerschhofer. © Bodenmaiser Hof
Auch die Gäste des Vier-Sterne-Superior-Hotels Bodenmaiser Hof nimmst Du regelmäßig mit zu „geführten Saunaaufgüssen“. Wie läuft das ab?
Wenn ich vor Ort bin, führe ich dort bis zu vier Aufgüsse pro Tag durch. Dafür lüfte ich die Sauna zunächst für gute zehn Minuten. Wenn es losgeht, erkläre ich den Gästen die Öle, Pflanzen und Hydrolate, die ich verwenden werde. Auch während des Aufgusses streue ich immer wieder Infos ein zur Hygiene, Dauer und gebe Tipps, wie sie sich im Anschluss verhalten sollten. Allerdings versuche ich, mich kurz zu fassen, schließlich geht es darum, zur Ruhe zu kommen.
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